105. Newsletter

Liebe Mitglieder der ArGe,

  1. Von der Rechtsreferentin Viviane Köhler haben wir folgende Konkretisierung für die Finanzierung der Verwaltungskräfte im Bereich KH-Seelsorge erhalten:
    In den Haushaltsbekanntmachungen für 2019 (Amtsblatt Ausgabe November 2018) wurde für den Bereich der Krankenhausseelsorge unter Punkt 4.2 folgende Regelung veröffentlicht:

    […] Die Begleitgruppe zum Neuen innerkirchlichen Finanzausgleich hat festgelegt, dass pro planmäßiger Krankenhauspfarrstelle eine jährliche pauschale Zuweisung in Höhe von EUR 5.000,- für die Finanzierung des Personal- und Sachaufwands gewährt wird. […]
    In der Ordnung für die Krankenhausseelsorge in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (KHSO) ist hinsichtlich der Verwaltungskräfte nun ein Anspruch auf 6 Stunden (bzw. 3 Stunden bei einer halben Krankenhauspfarrstelle) geregelt. Soweit sich daraus zusätzlicher Personal- oder Sachaufwand vor Ort ergibt, erfolgt jedoch keine Erhöhung der oben genannten Pauschale. Bei jeder Anstellung muss die Finanzierung daher mit der Kirchengemeinde bzw. dem Dekanat geklärt werden.

    Der Beirat war in den Verhandlungen zur KSO davon ausgegangen, dass die entsprechenden Gelder und zu erwartenden Lohnsteigerungen von der Landeskirche, nicht von Dekanaten oder Gemeinden zur Verfügung gestellt werden. Er wird sich darum in dieser Sache auch noch einmal an die Fachabteilung wenden. Im Moment muss allerdings von der oben beschrieben Sachlage ausgegangen werden.

  2. Das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (cares, Projektkoordination) bearbeitet zusammen mit dem IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und dem Institut für Technikfolgen-abschätzung und Systemanalyse (ITAS) das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt „Normen im demographischen Wandel – Gesundheit und Krankheit, Solidarität und Gerechtigkeit (NoWa)“.
    In diesem Zusammenhang wird aktuell eine Onlineumfrage zu ausgewählten Veränderungen im Gesundheits- und Pflegesystem durchgeführt. https://projekte.izt.de/sosci/nowa1/. Für das Ausfüllen der Umfrage benötigt man ca. 10 Minuten.

  3. Forschung wird in Zukunft eine wachsende Bedeutung bekommen. Deshalb von Zeit zu Zeit Hinweise auf interessante Projekte: Vielleicht habt Ihr / haben Sie ja Zeit und Lust, den knapp 11- minütigen Beitrag des Deutschlandfunks als Podcast in der Reihe „Aus Kultur- und Sozialwissenschaften“ anzuhören? Thema ist ein Forschungsprojekt der FH Potsdam zum Thema „Trost“. Leiterin des Projekts ist Prof. Dr. Karin Borck.https://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html (In das Suchfeld links oben das Stichwort (Trost) eingeben.)

  4. Wer sich noch weiter in die gerade entstehende Forschungslandschaft einarbeiten möchte, der sei schon einmal auf folgende Veranstaltung hingewiesen:
    The European Research Institute for Healthcare Chaplaincy (ERICH – www.chaplaincyresearch.eu), the University Center for Chaplaincy Studies (UCGV - https://ucgv.nl) and the University of Humanistic Studies (UvH - https://www.uvh.nl/english) will organize the  International Chaplaincy Research Summerschool from July 8 to July 12, 2019. The summerschool  provides participants with an introduction to important examples of existing chaplaincy-related research, the research process and various research methods, and prepares chaplains to develop the skills necessary to conduct simple research and quality improvement projects. The summerschool will take place in Utrecht, The Netherlands. Lead faculty include Prof. dr. Austyn Snowden, Prof. dr. Gaby Jacobs, Prof. dr. Anne Vandenhoeck, Dr. Froukje Pitstra, Dr. Jaques Körver, Dr. Carmen Schuhmann and Annelieke Damen.

  5. Im Beirat haben wir auf der letzten Sitzung im Blick auf die kommende Landesstellenplanung Erfahrungen aus dem Erprobungsdekanat Erlangen diskutiert. Dabei hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, dass Krankenhausseelsorger/innen in den zukünftig noch wichtiger werdenden Gremien auf Dekanatsebene gut vertreten sind, um so für gute Rahmenbedingungen der Krankenhausseelsorge auch in der Zukunft einzutreten. Dies betrifft insbesondere die Dekanatssynoden und Dekanatsausschüsse, die sich im Moment neu bilden. Hier bittet der Beirat alle Kollegen/-innen dringend, dass ihr / Sie die Möglichkeiten einer Mitarbeit dort nutzt und Sie sich / Ihr Euch um Sitze in diesen Gremien bemüht. Es ist uns bewusst, dass dies auch Mehrarbeit bedeutet, wir sind aber der Meinung, dass dies wegen der strukturellen Minderrepräsentation landesweiter (Seelsorge-)dienste dringend angeraten ist.

    Ansonsten wünsche ich Euch und Ihnen im neuen Jahr im Namen des ganzen Beirates Freude, Gelingen und Gottes freundliches Geleit in der Seelsorge.

 

 Salz, den 29.01. 2019